Genf, 10.05.2017, von Michael Simrock

5 Offenbacher Helfer mit der SEEBA bei Reklassifizierung in der Schweiz.

Offenbacher Helfer beim Gruppenfoto - v.l.n.r. Thomas Heinrich, Stephan Jäschke, Matthias Leister und Martin Mittelstadt © thw / kai-uwe waerner

Mit unserem Ortsbeauftragten Thomas Heinrich, dem Jugendgruppenleiter Stephan Jäschke, dem Gruppenführer Martin Mittelstädt und den beiden Kollegen Matthias Leister und Kai-Uwe Wärner waren insgesamt fünf Helfer aus dem Ortsverband Offenbach mit der SEEBA bei der erfolgreichen Reklassifizierung in der Schweiz.

Hier der Bericht von der Homepage thw.de:

Genf - Die Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) des Technischen Hilfswerks (THW) wurde nach einer 48-stündigen Großübung in Genf zum zweiten Mal reklassifiziert. Die SEEBA erfüllt damit weiterhin die Rahmenvorgaben (Guidelines) der Vereinten Nationen (UN) für Rettungseinsätze nach Erdbeben.

„Die SEEBA des THW hat heute mit Erfolg die Reklassifizierung nach UN-Standard durchlaufen. Ich gratuliere diesem THW-Team. Die Übungen und Vorbereitungen haben sich gelohnt!“, zeigte sich THW-Präsident Albrecht Broemme nach der bestandenen Prüfung zufrieden. Diese fand im Rahmen der internationalen Übung „ACHILLES 2017“ statt.

Beobachtet und bewertet durch erfahrene Spezialisten aus acht Ländern zeigten die 73 SEEBA-Kräfte mit ihren acht Suchhunden den Einsatz nach einem Erdbeben. Dabei bewiesen die Einsatzkräfte, dass sie alle Abläufe und Handgriffe beherrschen, die nach einer solchen Katastrophe notwendig sind. Mit Suchhunden und technischem Ortungsgerät spürten sie vermisste Personen auf und befreiten sie aus den Trümmern. Dazu mussten die THW-Kräfte – unter Einsatz von Betonkettensäge oder Plasmaschneider – technisch anspruchsvolle Durchbrüche durch Beton, Stahl und Holz vornehmen. Auch das Abstützen von Gebäuden und das Bewegen von Lasten waren Teil der Übung. Zusätzlich beurteilten die Prüfer, wie sich die SEEBA im Katastrophengebiet selbst koordinierte und mit anderen Rettungsorganisationen sowie mit den Behörden vor Ort zusammenarbeitete.

Die International Search and Rescue Advisory Group (INSARAG) klassifizierte die SEEBA erstmals im Jahr 2007 als sogenanntes „Heavy Team“. Die INSARAG ist ein Gremium innerhalb der UN und setzt sich aus Katastrophenschutzexperten aus mehr als 80 Ländern zusammen. Sie legen internationale Qualitätsstandards für sogenannte urbane Ortungs- und Rettungseinheiten (USAR) fest, die nach schweren Erdbeben in dicht besiedelten Gebieten in den Einsatz gehen. Die Reklassifizierung durch die INSARAG findet alle fünf Jahre statt.


  • Offenbacher Helfer beim Gruppenfoto - v.l.n.r. Thomas Heinrich, Stephan Jäschke, Matthias Leister und Martin Mittelstadt © thw / kai-uwe waerner

  • Stephan Jäschke (r.) mit akustischem Ortungsgerät auf Vermisstensuche © thw / kai-uwe waerner

  • Anstrengende Tage liegen hinter den Einsatzkräften der SEEBA. Die Arbeit hat sich jedoch gelohnt: Das Team ist offiziell reklassifiziert © thw / kai-uwe waerner

  • Unter zwei dicken Betonschichten hatten die SEEBA-Kräfte am Montagnachmittag einen weiteren Verletzten geortet. Mit Gesteinsbohrhammer und Ringsäge kämpften sie sich bis in die Nacht durch das Material © thw / kai-uwe waerner

  • Unter Einsatz des Trennschleifers fliegen auch mal die Funken – bei nächtlicher Arbeit besonders beeindruckend © thw / kai-uwe waerner

  • Ein großes Team: 73 Einsatzkräfte und acht Hunde der SEEBA sind stolz auf ihre Leistung © thw / kai-uwe waerner

  • Biologische Ortung mal anders: Hier scheint eher die Hundesführerin ihre Sprünase einzusetzen © thw / kai-uwe waerner

  • Selbst für THW-Kräfte nicht alltäglich: Mit dem Helikopter der Schweizer Armee wurde das Erkundungsteam der SEEBA in das Katastrophengebiet geflogen © thw / kai-uwe waerner

  • © thw / kai-uwe waerner

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