Eine Detonation im Industriehafen der Stadt erschüttert die Hafenstadt Gdansk in Polen 🇵🇱. Durch die Druckwelle und umherfliegende Trümmerteile entstehen Schadenstellen im gesamten Stadtgebiet. Die örtlichen Einsatzkräfte sind im Dauereinsatz. Neben nationalen Hilfskräften verlegen auf Anforderung der polnischen Behörden auch internationale Einsatzkräfte nach Gdansk, um den Menschen vor Ort schnelle Hilfe zu leisten.
Dies war das Szenario der EU MODEX Übung vom 20. bis 23. Mai in Gdansk, Polen, an der neben Einsatzteams aus Frankreich, Österreich, Polen und der Ukraine auch fünfzig THW-Einsatzkräfte sowie vier Rettungshunde der Schnell Einsatz Einheit Bergung Ausland (SEEBA) teilnahmen.
Aus unserem Ortsverband waren mit Martin als Team Leader, Thomas als Information Officer und Matthias als Medical Manager insgesamt drei Helfern bei dieser Großübung mit ihrer Fachexpertise gefordert.
Die durch die Veranstalter organisatorisch hervorragend und für die Einsatzteams im gesamten Übungsverlauf herausfordernd vorbereitete Übung bot den Einsatzkräften der SEEBA in allen Disziplinen die Möglichkeit in einem realistischen Rahmen zu trainieren und Erfahrungen zu sammeln. Besonders die Möglichkeit neben den üblicherweise vorbereiteten Gebäudeschaden-Szenarien auch Rettungstätigkeiten auf einer echten, im Umbau befindlichen, Autofähre zu trainieren, erweiterte den Erfahrungshorizont der SEEBA Einsatzkräfte und wird exemplarisch für diese Übung in Erinnerung bleiben.
Ziel der Übung war es, die Koordination zwischen den Einsatzteams im EUCPM (European Union Civil Protection Mechanism) zu trainieren, was in dieser Übung vorbildlich funktionierte.